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- Aktualisiert am 25/11/2021

Digitale Inkompetenz von Arbeitnehmern: Welche Kosten kommen auf die Unternehmen zu?

Laut Randstad glauben 56 % der Arbeitnehmer, dass sie nicht über die Fähigkeiten verfügen, die heute erforderlich sind, um digitale Technologien zu beherrschen. Beeindruckend, oder?

Im Zeitalter der digitalen Transformation stellt die digitale Inkompetenz der Mitarbeiter ein erhebliches Hindernis für das Überleben von Unternehmen dar. Ob finanziell, betrieblich oder menschlich - die Kosten der Veralterung digitaler Fähigkeiten sind real. In diesem Artikel erklärt Apptraktiv, wie sich digitale Inkompetenz manifestiert, was sie kostet und wie Sie Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen auf dem Weg zur digitalen Reife unterstützen können.

 

Digitale Inkompetenz: Bye Bye, Produktivität

Tick tack, tick tack... Das ist der Klang der Zeit, die Ihren Mitarbeitern entgleitet. Wenn es um die Kosten geht, ist die digitale Inkompetenz vor allem ein Zeitfresser. Ihre Mitarbeiter verschwenden Zeit mit dem Suchen, Verstehen und Anwenden digitaler Fähigkeiten. Laut Dynamic Signal geben 36 % der Mitarbeiter an, dass sie nicht wissen, wo sie die Informationen finden können, die sie für ihre Arbeit benötigen. Das Ergebnis?

 

85 % der Arbeitnehmer verlieren mindestens 1 bis 2 Stunden pro Woche an Produktivität bei der Suche nach Informationen (Dynamic Signal)

 

Dies ist ein erheblicher Kostenfaktor, denn die Zeit, die Ihre Mitarbeiter mit der Suche nach Informationen oder dem Ausfüllen digitaler Lücken verschwenden, ist Zeit, die sie nicht für ihre wichtigen Projekte oder Aufgaben verwenden können. Aber die Auswirkungen digitaler Inkompetenz beschränken sich nicht nur auf die Mitarbeiter mit Wissenslücken.

 

Unter anderem ist die IT-Abteilung stark betroffen, angefangen bei den Support-Teams, die die Mitarbeiter auf dem Weg zur digitalen Reife in Bezug auf ihre Fähigkeiten begleiten müssen. Das Problem hierbei?

 

Es dauert im Durchschnitt 24,2 Stunden, bis die Support-Teams eine erste Antwort auf interne Anfragen geben (ZenDesk).

 

Da die Support-Teams so viel Zeit mit der Beantwortung interner Anfragen verbringen, fehlt ihnen die Zeit, das Unternehmen bei strategischeren Themen wie Sicherheit oder Innovation zu unterstützen. Aber wenn wir schon von digitaler Inkompetenz sprechen, warum werfen wir nicht einen Blick auf die digitalen Arbeitsmittel?

 

Im Durchschnitt verschwenden Unternehmen 37 % ihres Software-Budgets. Die Gründe dafür können vielfältig sein, wie z. B. Investitionen in die falschen Tools, die Nichtbereitstellung von Software oder ungenutzte Anwendungen. Unter anderem sind 28 % der auf Arbeitsplätzen installierten Software ungenutzt (1E). Und wenn sie eingesetzt werden, werden die digitalen Tools manchmal schlecht beherrscht. So nutzen beispielsweise 43 % der CRM-Benutzer weniger als die Hälfte der in ihrem CRM verfügbaren Funktionen (CSO Insights). Wie können Sie also die Produktivität Ihrer Mitarbeiter zu geringeren Kosten optimieren?

 

🍋  Was wäre, wenn Sie Ihre Mitarbeiter anders weiterbilden würden?

Wer hat behauptet, dass die digitale Inkompetenz ewig andauern würde? Um der Veralterung der digitalen Kompetenzen entgegenzuwirken, gibt es eine Lösung: Die Ausbildung muss wieder in den Mittelpunkt des Unternehmens gerückt werden. Sagen Sie Hallo zur Schulung 2.0, einer kontinuierlichen Weiterbildung, die an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst ist und direkt über deren Tools erfolgt. Sie fragen sich vielleicht, warum Sie sich für diese Art von Ausbildung entscheiden sollten? Der Grund dafür ist einfach.

 

49 % der Arbeitnehmer bevorzugen es, dann zu lernen, wenn sie es brauchen, und 58 % ziehen es vor, in ihrem eigenen Tempo zu lernen (LinkedIn)

 

Anders weiterbilden, ja, aber wie? Mit neuen digitalen Tools wie den Digital Adoption Platforms (DAPs) können sich die Unternehmen nun auf neue Schulungsansätze wie Learning by Doing verlassen. Das Prinzip? Theoretische Schulungstage adé, die Mitarbeiter lernen auf praktische Art und Weise: by doing. Sie müssen lernen, wie man eine neue Verkaufschance in einem CRM erstellt, eine Rechnung im HRIS bearbeitet oder Lieferantendaten in einem ERP vervollständigt? Dank integrierter interaktiver Anleitungen können Ihre Mitarbeiter dies nun direkt von ihrer Software aus tun. Das kleine Extra? Durch den Einsatz von Schulungssystemen wie Microlearning können Ihre Teilnehmer in Modulen geschult werden, die nicht länger als 3 Minuten dauern. Das Ergebnis? Ihre Mitarbeiter machen eine neue Lernerfahrung: kontinuierlich, kontextbezogen und agil, was es ihnen ermöglicht, die Veralterung von (digitalen) Fähigkeiten zu überwinden und Zeit und Produktivität zu sparen. Was könnte besser sein?

 

Digitale Inkompetenz: Bye-bye engagierte Mitarbeiter

Einer der größten Kosten der digitalen Inkompetenz ist das Desinteresse Ihrer Mitarbeiter. Besonders diejenigen, die von ihrer Arbeit und dem Unternehmen losgelöst sind, weil unzufriedene Mitarbeiter sind weniger engagiert, weniger effizient und verlassen eher das Unternehmen. Diese Situation ist alles andere als unbedeutend, denn nur 6 % der französischen Arbeitnehmer sind engagiert (Gallup). Aber wie hoch schätzen Sie die Kosten des Desinteresses eines Mitarbeiters?

 

9.055 Euro: So viel kostet ein unzufriedener Mitarbeiter in Deutschland (Gallup, LinkedIn)

 

Ohne Unterstützung bei der digitalen Transformation fühlen sich die Mitarbeiter oft hilflos und unvorbereitet auf die vielen Veränderungen. Und da digitale Inkompetenz Zeitverlust, Produktivitätsverlust und mangelnde Autonomie bedeutet, können digitale Frustrationen entstehen und die Softwareakzeptanz beeinträchtigen. Doch die Auswirkungen digitaler Inkompetenz betreffen nicht nur die Software an sich.

 

82 % der Unternehmen erkennen die Rolle, die das digitale Mitarbeitererlebnis für die Unternehmensleistung spielt, und stufen es als "sehr wichtig" bis "entscheidend" ein (Nexthink - Vanson Bourne)

 

Die digitale Arbeitserfahrung spielt eine grundlegende Rolle für die Mitarbeiterwahrnehmung. Mit der digitalen Transformation ist das Digitale für Unternehmen unverzichtbar geworden. Digitale Unzulänglichkeiten wirken sich erheblich auf die Erfahrung der Mitarbeiter in einem Unternehmen und damit auf ihr Engagement aus, was zu einer Entfremdung vom Unternehmen führen kann, was ebenfalls kostspielig ist, insbesondere im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit.

 

🍋  Willkommen in der digitalen Kultur

Um die Mitarbeiter wieder einzubinden, ist es wichtig, ihnen einen Sinn zu geben, insbesondere in Bezug auf ihre Position und ihre Präsenz im Unternehmen. Doch es bedarf noch mehr.

Die digitale Erfahrung ist jetzt ein integraler Bestandteil der Mitarbeitererfahrung. Es ist daher wichtig, der Präsenz der digitalen Technologie im Arbeitsalltag eine neue Bedeutung zu geben. Dazu müssen sich die Unternehmenskulturen weiterentwickeln und die digitale Kultur integrieren. Warum? Durch die Etablierung einer digitalen Kultur ermöglichen Sie es den Mitarbeitern, den digitalen Wandel besser zu erleben und einen Sinn in den Veränderungen zu finden.

 

Digitale Inkompetenz: Adieu, Wettbewerbsfähigkeit

Die digitale Inkompetenz wirkt sich unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit auf ihre Zukunftsfähigkeit aus. Angesichts des digitalen Wandels gewinnt die Veralterung von Fähigkeiten zunehmend an Bedeutung. Laut Cegos besteht für 39 % der Arbeitsplätze die Gefahr, dass ihre Qualifikationen in den nächsten drei Jahren veralten. Diese Zahl deckt sich mit den Gefühlen der Arbeitnehmer, von denen 43 % der Meinung sind, dass sie (bald) nicht mehr über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen werden, um ihre Arbeit ordnungsgemäß zu erledigen. Diese Veralterung der Kompetenzen betrifft unter anderem insbesondere die digitalen Kompetenzen.

 

56 % der Arbeitnehmer glauben, dass sie nicht über die Fähigkeiten verfügen, die heute erforderlich sind, um digitale Technologien zu beherrschen (Randstad)

 

Was hat das mit Wettbewerbsfähigkeit zu tun? Wenn es keine Nachhaltigkeit ohne digitale Transformation gibt, dann gibt es auch keine Wettbewerbsfähigkeit ohne digitale Kompetenz. Und die schlechte Nachricht ist, dass sich die Kosten der Wettbewerbsfähigkeit in der Tatsache widerspiegeln, dass die Unternehmen hinter ihren Konkurrenten, die digital aufrüsten, zurückbleiben.

 

Wie die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter wirkt sich auch die Wettbewerbsfähigkeit direkt auf die Nachhaltigkeit der Unternehmen aus. Wie bei der digitalen Transformation ist es daher notwendig, die Herausforderungen von morgen schon heute zu antizipieren. Wie gehen wir also vor?

 

🍋  Bringen Sie Innovation wieder in den Mittelpunkt Ihres Unternehmens

Wie wäre es mit der Optimierung Ihrer digitalen Transformation? Laut Gartner wird der Wettbewerbsvorteil von 30 % der Unternehmen auf der Fähigkeit der Mitarbeiter beruhen, neue Technologien kreativ zu nutzen. Die Lehre daraus? Die verlorene Zeit von heute, ist eine Verspätung für morgen. Damit Ihre Mitarbeiter zu den Besten in Sachen Innovation werden, ist es wichtig, sie auf dem Weg zur digitalen Reife zu unterstützen. Indem Sie sie dabei anleiten, digital auf dem neuesten Stand zu bleiben, ermöglichen Sie ihnen, sich auf strategische Aufgaben und Themen zu konzentrieren, und machen jeden zu einem Motor des Unternehmens. Wer sagt denn, dass Innovation das Geschäft von morgen ist?

Produktivitätseinbußen, Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, Desinteresse, digitale Inkompetenz der Mitarbeiter sind alles andere als anekdotisch. Aber keine Panik, es gibt keinen Grund, sich von diesen Säulen der Geschäftskontinuität zu verabschieden. Indem man den Menschen wieder in den Mittelpunkt der digitalen Transformation stellt, ist es bereits möglich, die digitale Inkompetenz zu überwinden, insbesondere durch Ausbildung, Unternehmenskultur und Innovation. Und da jedes Projekt die richtigen Werkzeuge erfordert, können Unternehmen bereits auf digitale Tools zurückgreifen, wie z. B. Plattformen für die digitale Anpassung, die den Wandel unterstützen, indem sie die Beziehung zwischen Mitarbeitern und der digitalen Welt erleichtern.

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